Sehenswürdigkeiten

BUDA

Burgberg

Der Burgberg

Der Burgberg – wo sich, wenn man so will, die Altstadt von Buda befindet – war über Jahrhunderte hinweg kultureller und strategischer Brennpunkt der Stadt und musste mehr als 30 Belagerungen über sich ergehen lassen. Die zwangsläufigen Beschädigungen führten zu mehreren Wiederaufbauphasen, in denen oftmals Steine aus den Trümmern geborgen und wiederverwendet wurden, was dem Bezirk ein faszinierendes Antlitz bunt vermischter architektonischer Stile verleiht. Die Paradestücke sind die spektakuläre Mátyás-Kirche und der Burgpalast im Süden. Daneben bietet die Fischerbastei eine atemberaubende Aussicht auf Pest.

Budaer Burg bei Nacht

Der Burgpalast

Der gewaltige Bau am südlichen Ende des Burgbergs diente, in vielfältigen stilistischen Gestalten, seit dem 14. Jhdt. als königliche Residenz. Nach 400 Jahren wurde er wiederaufgebaut und musste nach dem Zweiten Weltkrieg komplett neu rekonstruiert werden. Heutzutage ist der Burgpalast das Zuhause des Historischen Museums Budapest, der Ungarischen Nationalgalerie und der Széchenyi-Nationalbibliothek.

Fischerbastei

Fischerbastei

Die Fischerbastei (Halászbástya) ist für Touristen in Budapest oft die erste Anlaufstation: ihre märchenhaften Zinnen bieten einen erhöhten Aussichtspunkt für den Blick über die Stadt. Obgleich die Türmchen und Mauern einen mittelalterlichen Eindruck vermitteln, wurde sie erst 1902 von Frigyes Schulek als Gegenstück zur Mátyás-Kirche erbaut.

 

Kaffee auf der Zitadelle

Gellért-Berg

Mit der beeindruckenden Freiheitsstatue, die seine Spitze bekrönt, ist der Gellért-Berg (Gellérthegy), der von fast überall in Budapest sichtbar ist, einer der einprägsamsten Orientierungspunkte der Stadt.
Die 14 m hohe Statue wurde ursprünglich als Denkmal für den Sohn von Miklós Horthy in Auftrag gegeben, der im Krieg bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam. Als die Russen einmarschierten, wurde der Propeller, den die Statue ursprünglich in den Händen halten sollte, durch einen Palmwedel ersetzt, der die Befreiung des Landes von den Nazis symbolisiert. In unmittelbarer Nähe der Statue befindet sich die Zitadelle, die von den Habsburgern nach dem Unabhängigkeitskrieg der Jahre 1848-1849 als Zwingburg errichtet wurde. Inzwischen beherbergt sie ein Freilichtmuseum, in dem die Geschichte des Bergs dargestellt wird.

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Die Kettenbrücke

Die Kettenbrücke (Lánchíd) war die erste permanente Verbindung von Buda und Pest. Sie setzt István Széchenyi, auch „der größte Ungar" genannt, ein würdiges Denkmal. Im Zusammenhang mit der Brücke besteht auch ein britischer Bezug: entworfen wurde sie von  William Tierney Clark und erbaut von Adam Clark, nach dem der Kreisel auf der budaer Seite benannt wurde.

Die Margareteninsel

Budapests Spielwiese, die autofreie Margareteninsel (Margitsziget) hat alles, was man sich für einen erholsamen Tag nur wünschen kann – wie z. B. ein Sportstadion, zahlreiche Tennisplätze, ein Freibad, ein Freilichttheater, einen japanischen Garten und einen Rosengarten, Ruinen aus dem frühen Mittelalter, zwei Kurhotels und einen Biergarten.

PEST

Das Parlament

Das Parlamentsgebäude

Das zweitgrößte Parlamentsgebäude der Welt ist ein beliebtes Postkartenmotiv, insbesondere dann, wenn es sich in der weiter unten dahinfließenden Donau spiegelt. Auch im Inneren ist es üppig geschmückt, zur Besichtigung müssen Touristen jedoch an einer Führung teilnehmen.

Die Große Synagoge


St-Stephans-Basilika

Die nach Stephan I. (Szent István), dem Gründer des ungarischen christlichen Staates benannte Basilika ist von vielen Punkten Budapests aus sichtbar. Mit 96 m ist die Kuppel genauso hoch wie die des Parlaments, dessen Baumeister diese Höhe nicht überschreiten wollten.

 

Die Große Synagoge

Die Große Synagoge

Diese Synagoge ist – nach der in New York – das zweitgrößte jüdische Gebetshaus der Welt. Sie weist drei Hauptschiffe sowie, im Sinne der orthodoxen Tradition, separate Galerien für Frauen auf. Die Hauptschiffe und die Galerien bieten insgesamt bis zu 3.000 Kirchgängern Platz. Darüber hinaus ist die Synagoge der Dreh- und Angelpunkt der blühenden jüdischen Gemeinschaft in Budapest, die jedes Jahr ein Festival in dem imponierenden Gebäude und seiner Umgebung abhält. Auch das Jüdische Museum befindet sich hier: das Dokumentationszentrum Holocaust-Gedenkstätte ist ein bedeutender, berührender Ort, der die Erinnerung an eine der dunkelsten Perioden der europäischen Geschichte wachhält.

Radialstraße Andrássy

Andrássy-Boulevard

Diese Straße wurde nach dem ehemaligen Ministerpräsidenten benannt, der viel dazu beigetragen hat, Budapest in eine wahre Metropole zu verwandeln. Sein erklärtes Ziel war es, Budapest eine elegante Durchgangsstraße wie den Champs Elysees in Paris zu schenken. Entlang des Boulevards reihen sich Meisterwerke des Eklektizismus auf, so z. B. das herausragende Opernhaus und zahlreiche weitere schöne Mietshäuser mit Innenhöfen, Statuen und Springbrunnen. Eine der ganz besonderen Attraktionen des Andrássy-Boulevards ist an der Oberfläche kaum sichtbar. Der einzige Hinweis sind die verstreut anzutreffenden schmiedeeisernen Geländer, die nach unten führen. Unter der Prachtstraße wurde die erste U-Bahn des europäischen Kontinents erbaut und nach mehr als 125 Jahren transportiert sie noch immer Fahrgäste auf einer Strecke, die nur unwesentlich länger ist als ursprünglich.

Das Opernhaus

Die Ungarische Staatsoper ist nicht nur ein geheiligter Ort von Musik und Tanz sondern auch ein historisches Gebäude. Die Bauarbeiten begannen 1875 mit der Genehmigung und finanziellen Unterstützung durch Franz Joseph, Kaiser von Österreich und König von Ungarn. Für Planung und Bauausführung war Miklós Ybl persönlich verantwortlich. Die Oper öffnete am 27. September 1884 ihre Pforten. Das Opernhaus kann jeden Tag um 15 und 16 Uhr im Rahmen von Führungen in 6 verschiedenen Sprachen mit einem einheimischen Fremdenführer besichtigt werden. Weiterführende Informationen: www.operavisit.hu oder + 36 30 2795677.

Heldenplatz (Hősök tere)

Der Heldenplatz

Die Statuen auf dem Heldenplatz (Hősök tere) stellen eine Ansammlung herausragender Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte dar (auffallend ist lediglich die Abwesenheit der unpopulären Habsburger, deren Statuen entfernt und ersetzt wurden). Die Ausmaße und die Erhabenheit des Platzes vermitteln den Stolz, den die Ungarn für ihr Land empfinden.

Weihnachten in Budapest

Der Stadtpark

Nach der Margareteninsel (Margitsziget) ist der Stadtpark (Városliget) der beliebteste Park Budapests. Vom Stadtzentrum kommend befindet er sich hinter und zur Rechten des Heldenplatzes. Der Stadtpark hat jede Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie den Budapester Zoo, die Petőfi-Halle (Konzerthalle) und das obligatorische Széchenyi-Bad.

Burg Vajdahunyad

Schloss Vajdahunyad

Dieses Märchenschloss wurde ursprünglich aus Anlass einer Ausstellung im Jahre 1896 aus Holz und Pappe errichtet, die das tausendjährige Jubiläum der ungarischen Landnahme im Karpatenbecken markierte. Die Ausstellung hatte den Zweck, den Besuchern einen Eindruck der reichen architektonischen Vergangenheit Ungarns zu vermitteln und stellte zahlreiche Gebäude Ungarns und insbesondere Siebenbürgens (heute Rumänien) im Kleinformat dar. Diese bunte Mischung architektonischer Stile hatte einen derartigen Erfolg, dass die Gebäude 1904 aus dauerhaften Materialien neu errichtet wurden. Im Winter bietet das Schloss den spektakulären Hintergrund eines Eislaufplatzes, im Sommer dagegen wird es von einem See umgeben, wo man Tret- und Ruderboote mieten kann.

Franz-Liszt-Musikakademie

Die am 14. November 1875 in Budapest/Ungarn gegründete Franz-Liszt-Musikakademie dient als Konzerthaus und beherbergt ein Konservatorium. Hier befindet sich die Liszt-Kollektion, die einige wertvolle Bücher und Manuskripte umfasst, die Franz Liszt bei seinem Tod im Rahmen einer Schenkung hinterließ. Außerdem beherbergt sie das AVISO-Studio, das durch die Kooperation der ungarischen und der japanischen Regierungen entstand und Studenten technische Einrichtungen zur Tonaufzeichnung bereitstellt.

Palast der Künste (Müpa)

Der Palast der Künste ist eines der bekanntesten kulturellen Markenzeichen Ungarns und eine seiner modernsten Kultureinrichtungen. Der von Ungarn einfach „Müpa" genannte Palast der Künste öffnete seine Pforten im Jahre 2005 mit dem Anspruch, den diversen Zielgruppen der verschiedensten Genres kulturelle Veranstaltungen höchster Qualität zu bieten. Die grundlegende Aufgabe der Institution besteht in der Einführung neuer künstlerischer Trends und Richtungen – bei gleichzeitigem Respekt gegenüber den ungarischen und europäischen künstlerischen Traditionen – und deren Darstellung auf eine klar nachvollziehbare Art und Weise, die sowohl Kunstliebhabern als auch den Normalbürgern nachhaltige und bereichernde Erlebnisse bietet.

Nationaltheater

Das ursprünglich im Jahre 1837 eröffnete Nationaltheater ist Budapests Haupttheater. Seitdem hatte die Theatergesellschaft mehrere Spielstätten, einschließlich des ursprünglichen Gebäudes an der Kerepesi-Straße und des Volkstheaters am Blaha-Lujza-Platz; ihre dauerhafteste Heimat befand sich am Hevesi-Sándor-Platz. Das neue Nationaltheater, das permanente Zuhause der Theaterkompanie, öffnete am 15. März 2002. Zusammen mit der Freilichtbühne beträgt die Fläche des Theaters 20.844 m2. Sie lässt sich in drei Bereiche unterteilen. Der zentrale Bereich ist der fast kreisrunde Bau des Auditoriums und der Bühne, umgeben von Korridoren und öffentlichen Bereichen. Der zweite Bereich ist der U-förmige Gewerbebereich um die Hauptbühne herum. Der dritte Bereich ist der Park, der den Komplex umgibt. Darin wurden zahlreiche Denkmäler aufgestellt, die an die ungarische Schauspielkunst und Filmindustrie erinnern.

Kunsthistorisches Museum

In der Legislaturperiode des Millenniums verabschiedete das ungarische Parlament 1896 ein Gesetz, wonach Kunstsammlungen, die bisher in verschiedenen Einrichtungen untergebracht waren, von jetzt an zusammenzuführen und im neu gegründeten Kunsthistorischen Museum auszustellen seien.

Nach einer öffentlichen Ausschreibung wurden Albert Schickedanz und Fülöp Herzog mit dem Entwurf und der Ausführung des Gebäudes beauftragt, das im Jahre 1906 eröffnet wurde. Die Galerie mit Originalgemälden wurde im neoklassizistischen Gebäude in den Sälen des ersten Stocks untergebracht; zur Darstellung der vollständigen Geschichte der europäischen Bildhauerei standen jedoch nur Gipsabgüsse zur Verfügung. Im Erdgeschoss befinden sich die Ausstellungen der klassischen Antike sowie die Gemälde und Bildhauerarbeiten des 19. Jhdts., der Renaissance-Saal, der neben Renaissance-Gegenständen auch Fresken und Brunnenfiguren aus der Skulpturensammlung präsentiert, die Galerie für Grafik und Zeichnungen mit zeitgenössischen Ausstellungen sowie der Marmorsaal und der Barocksaal.

Der Bálna

Der Bálna (Wal), dessen Bau mit seinem ungewöhnlichen modernen Design an einen Wal erinnert, ist ein Zentrum für Gewerbe, Kultur, Unterhaltung und Freizeit. Dieser leicht auffindbare und geräumige Treffpunkt verbindet die Innenstadt mit dem Bereich innere Ferencváros, die Touristenzone mit der Gastrozone und es gelingt ihm auf einzigartige Weise, einen innigen Kontakt mit der Donau herzustellen. Da es einen Abschnitt des Donauufers einnimmt, ist das Gebäude eine charakteristische Attraktion mit hohem Wiedererkennungswert. Der Bau kombiniert die architektonischen Eigenschaften verschiedener Zeitalter. Das historische Ziegelgebäude und die für das vergangene Jahrhundert so typischen Betonstrukturen wurden in eine am Computer entworfene Hülle aus Metall und Glas eingebettet. Der Bálna beherbergt die Budapest-Galerie, in der ungarische und internationale zeitgenössische Kunst ausgestellt wird.

Zentrale Markthalle

Von CNN wurde die Zentrale Markthalle zum faszinierendsten Markt Europas gewählt. Im Wettstreit mit fünf anderen Teilnehmern wurde die Zentrale Markthalle mit dem 1. Preis für den lebendigsten Stadtmarkt in Europa ausgezeichnet, gefolgt von Mercat de San Josep de la Boqueira in Barcelona, dem Großen Basar in Istanbul, dem Portobello Road Market in London und Les Puces in Paris. 

Die Ungarische Nationalgalerie

Die Ungarische Nationalgalerie umfasst die größte öffentliche Sammlung Ungarns, die den Aufschwung und die Entwicklung der bildenden Kunst im Land dokumentiert und präsentiert. Sie wird seit 1957 als unabhängige Einrichtung betrieben. Die Ungarische Nationalgalerie bezog ihren jetzigen Standort im ehemals königlichen Burgpalast im Jahre 1975.

Das Konzerthaus „Vigadó":

Das Konzerthaus „Vigadó" ist ein Veranstaltungsort für Konzerte, in dem sich ein reges künstlerisches Leben abspielt. Franz Liszt sollte schon bald in seine Konzerthalle zurückkehren, nachdem man ihn einlud, zum 25. Jahrestag der Gründung des Konservatoriums Pest-Buda sein Oratorium „Die Legende von der heiligen Elisabeth" vorzutragen. Der Chor aus 500 Mitgliedern setzte sich aus diversen Gesangsvereinen aus Pest und aus Ortschaften außerhalb Budapests zusammen. Im Vigadó fand 1869 das erste reine Liszt-Konzert auf ungarischem Boden statt und hier dirigierte er auch die Premiere der Orchesterversionen von Mihály Vörösmartys großartigem Gedicht „Aufruf" und der „Nationalhymne" von Ferenc Kölcsey. Bei der Feier seiner 50-jährigen musikalischen Karriere wurde Liszt im Vigadó ein goldener Lorbeerkranz verliehen sowie zahlreiche internationale Auszeichnungen, wie z. B. die Ehrenmitgliedschaft in der Musikakademie Sankt-Petersburg. 1875 organisierten Liszt und Wagner ein gemeinsames Konzert, um Spenden für den Bau des Theaters in Bayreuth (Festspielhaus) aufzubringen. Das Konzerthaus Vigadó richtete auch Vorstellungen von Komponisten wie Johann Strauss (Sohn), Mascagni, Dvořak, Debussy und Arthur Rubinstein aus. Hier gab Ernő Dohnányi sein erstes Solokonzert. Béla Bartók und Annie Fischer feierten hier 1905 bzw. 1932 ihr Debüt. Richard Strauss dirigierte mehrfach vom Dirigentenpult des Vigadó und auch Prokowjew trat als Pianist auf seiner Bühne auf.

Die Millenniums-U-Bahn in Budapest

Die Budapester U-Bahn (auf Ungarisch: Budapesti metró) ist das Schnellverkehrssystem der ungarischen Hauptstadt Budapest. Hierbei handelt es sich um das älteste elektrifizierte U-Bahn-Netz des europäischen Kontinents und das zweitälteste auf der Welt: nur die Strecke der U-Bahn City & South London Railway von 1890 (inzwischen Bestandteil der Londoner U-Bahn/London Underground) wurde früher gebaut. Seine 1896 fertiggestellte kultische Linie 1 wurde im Jahre 2002 zur Welterbestätte erklärt.

Normafa

Eine der am häufigsten besuchten Grünflächen Budapests ist der bewaldete Berghang „Normafa" (Norma-Baum), den alle Budapester kennen. Jung und Alt genießen in den Bergen von Buda die landschaftliche Schönheit, die frische Luft und die herrliche Aussicht in 477 m Höhe. In der Umgebung heißen Restaurants die müden Wanderer willkommen. Den Besuchern Budapests versprechen die nahen Hotels Ruhe und Beschaulichkeit, ein unvergleichliches Panorama und eine Umgebung, die Hotels im Stadtzentrum einfach nicht bieten können. Die Grünfläche Normafa ist bei den Bewohnern Budapests ein bevorzugtes Ziel für Wanderungen. Haben Sie den Normafa noch nicht besucht, möchten wir Sie hiermit einladen, die ganze Schönheit der Berge von Buda im Herzen der Hauptstadt zu entdecken.